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2011/08/08

Organic Fashion // Green Showroom: Kaethe Maerz

Ihre neuste Kollektion trägt den Namen 'Atmosphere'. Ihre Kleidung ist tragbar und von mittelalterlichen bis futuristischen Einflüssen geprägt. Inspiriert wird sie von "fantastischen Welten", wie z.B. dem Elfenthema. Die Designerin Kaethe Maerz, deren Atelier eigentlich in Düsseldorf zu finden ist, stellt im Green Showroom ihre 'Organic Fashion' aus.
















Überwiegend bestehen ihre Kreationen aus Leinen, Baumwolle und Leder, und zeigen weibliche Schnitte. Kaethe Maerz benutzt gedeckte Farben wie dunkelblau, da sie es als sehr kühl und dadurch beruhigend empfindet - verzichtet allerdings auf Schwarz. Es ist ihr wichtig Kleidung herzustellen, die durch gute Kombinationsmöglichkeiten zu jeden Anlass getragen werden kann.
Natürlich spielt auch für sie das Thema "Organic" eine große Rolle: "Wir haben Einfluss darauf, was wir tragen. Außerdem dürfen wir nie vergessen, wie wichtig unsere Haut ist. Dementsprechend gut sollten wir sie behandeln". Kaethe Mearz unterstützt die faire Produktion von Kleidung. Sie selbst lässt ihre Kreationen durch handwerkliche und hochwertige Verarbeitung in ihrem Düsseldorfer Atelier herstellen.



Organic Fashion // Green Showroom: OAT

OAT - Shoes that bloom









Sportliche Schuhe zu designen, die "grün" und dennoch stylisch sind - das war die Idee zweier niederländischen Designer. Mit einem außergewöhnlichen und lustigen Konzept gelang es ihnen bereits jetzt schon, viele Fans für sich zu gewinnen: 
Das besondere an OAT-Schuhen ist, dass sich hinter der Lasche im Schuh Samen befinden. Die Designer werben damit, dass die - irgendwann abgetragenen Schuhe - weiterleben, indem man sie gießt und eine Pflanze aus ihnen wächst. 
Ich persönlich halte dies für eine unglaublich süße Idee! 





Organic Fashion // Green Showroom: Caboclo

Alte Autoreifen finden modischen Nutzen

Sie sind geflochten oder haben Riemchen. Sie sind braun. Sie sind schwarz. Verziehrt sind sie durch Schnürrungen oder kleine Schnallen – alles spricht für die klassischen Sandalen, die jeder kennt und die besonders im Sommer einen hohen Beliebtheitsgrad erlangen. Doch sie sind weit mehr als das.

Die Sandalen von 'Caboclo' wurden mit einem Hintergedanken kreiert, der nicht nur den modischen Aspekt einbezieht. Es geht darum umweltbewusst Sandalen zu entwickeln, die trotz einfacher organischer Materialien sehr modisch und elegant sind. Handgemacht im Norden Brasiliens entstehen die Sandalen aus Leder, das durch einen natürlichen Prozess behandelt wird, sowie aus Sohlen, die ursprünglich mal Teil eines Autoreifens waren. Denn das ist, was 'Caboclo' ausmacht: Die Umgebung wahrzunehmen und zu realisieren, dass nicht alles seinen Nutzen verliert. So werden aus alten Reifen bequeme Schuhsohlen, aus Tierhaut, die in der Fleischindustrie Brasiliens eigentlich als unnutzbar gilt, schönes Leder und aus Baumrinde eine kräftige Farbe, mit der das Leder anschließend eingefärbt wird.
Da auch bei 'Caboclo' die Mode nicht zu kurz kommen soll, entwickelt sich das Label ständig weiter. Mittlerweile gibt es auch andere Kreationen, wie Schnürschuhe für Männer, Gürtel, oder Taschen, die man ebenso als Clutchbag, sowie als Umhängetasche tragen kann. Und auch die Sandalen selbst werden immer trendiger: Zu entdecken waren hochgeschnittene Römersandalen, Sandalen mit raffinierten Details wie Schleifen oder eingearbeiteter Muster, oder welche, die durch bunte Schnürrungen den doch recht dunklen Schuh auffrischen.




Das Thema 'Organic Fashion' wird immer aktueller. Caboclo hat einen speziellen Weg entdeckt umweltfreundlich zu produzieren und damit zu zeigen, dass man auch aus – bereits als Abfall definierten Materialien – mit ein bisschen Modebewusstsein, tolle Einzelteile kreieren kann.

Organic Fashion: Intro

Eine Mischung mit Sinn - für Nachhaltigkeit & Design

ORGANIC FASHION. Auch diesen Sommer fand der "GREENshowroom" wieder im Rahmen der Berliner Fashion Week statt. 40 nachhaltige Labels aus den Bereichen Fashion, Accessoires und Lifestyle wurden im Luxushotel Adlon präsentiert.

"Luxury means to us true values - Brands and products with a story to tell, working in respect to the environment and yet with the main emphasis on design." // Concept GREENshowroom

Neben den Ausstellern, gab es zusätzlich eine Fashion Show. Diese beeindruckte zwar mit tollen Einzelteilen, allerdings war die Atmosphäre nicht die, die ich mir gewünscht hätte. Auch wenn das Adlon natürlich zu den bekanntesten Hotels zählt: Dieser altmodische - gar spießige - Salon passte nicht zum Gesamtkonzept "Green Fashion". Ich hätte mir ein lockeres Ambiente gewünscht, in dem die Kollektion besser zum Vorschein gekommen wäre, als in diesem überfüllten Raum.

Dennoch war der Besuch im Green Showroom nicht umsonst: Ich habe interessante Entdeckungen gemacht und konnte mich mit einigen Designern unterhalten, die mir die Philosophie ihrer Marke nahe legten. Eine meiner Entdeckungen waren besondere Schuhe - handgemacht und mit alten Autoreifen als Bestandteil.

2011/08/05

Introduced to Berlin Fashionweek // Lala Berlin

KÜNSTLERISCH, FUTURISTISCH, VERSPIELT

Vier Podeste. Dunkelheit. Laute Musik ertönt. Es ist ein schneller Licht – und Farbwechsel, der sich über mehrere Minuten hinzieht. Plötzlich: Das Licht geht an und zu sehen sind streng aufrecht stehende Models, die zunächst eher Puppen ähneln.



'Lala Berlin'-Designerin Leyla Piedayesh hat sich in diesem Jahr bewusst gegen eine Präsentation im Zelt entschieden. Stattdessen fand die Präsentation ihrer Frühjahr-/Sommer-Kollektion 2012 im Atelier im Hof des Postfuhramtes unter dem Arbeitstitel „Lucy In The Sky With Diamonds“ statt.
Bereits im Januar 2011 beeindruckte die Berlinerin mit ihrer Kollektion „Keep it real“, die von einer Vielfalt an Stoffen, Prints und Strickelementen geprägt war. Doch nun geht Leyla Piedayesh noch einen Schritt weiter: avantgardistische Prints. außergewöhnliche Schnitte und futuristische Details.
Die neuste Kollektion ist verspielt und romantisch – zugleich trägt sie einen Hauch von Rock'n'Roll mit sich. Alles wirkt sehr modern und künstlerisch. Weiß, Schwarz und Grau bilden den roten Faden der Kollektion, allerdings wird dieser hier und da durch erfrischendes Pink, Gelb oder Lila aufgebrochen. Feine Materialien wie Seide und zarte Baumwolle sorgen für einen weichen und lässigen Fall der Kleidung. Von Röcken, Kleidern, Hosen, bis hin zu Hemden und Jacken – der Kollektion fehlt es an nichts.
Es sind aber vor allem die knie- und bodenlangen Hemdkleider, die den Blickfang bilden. Nicht nur aufgrund ihrer feinen transparenten Stoffe, sondern auch wegen ihrer künstlerischen Prints, die hier besonders gut zum Vorschein kommen. 

Die 'Lala Berlin' Frühjahr-/Sommer-Kollektion 2012 scheint, als sei sie "von einem anderen Stern."







Introduced to Berlin Fashionweek // Patrick Mohr

DREIECKE, KRALLEN, LATEXSOCKEN


Ein Mix aus Eleganz und Sportlichkeit, aus Avantgarde und Streetwear. Deutlich reduzierter präsentierte Patrick Mohr seine neuste Kollektion. Unter dem Titel ‚I want Mohr‘ präsentierte er selbstbewusst. Zu Recht.
Harte Schnitte und dezente Farben zeichnen die Kollektion aus. Meliertes Grau, zurückhaltendes Beige und Schwarz widersetzen sich rigoros vorherrschenden Sommerfarben. Passend. Gilt Patrick Mohr doch als der Querdenker der deutschen Mode. Und das sieht man. Asymmetrie und klare, fast architektonische Entwürfe – wieso auch wählen?
Dennoch war die Kollektion wie üblich geometrisch. Sein Markenzeichen, das Dreieck, fehlte selbstverständlich nicht. In Cut-Outs, im ausgefallenen Rückenausschnitt oder als Print blieb Mohrs Markenzeichen kreativ präsent. Besonders vor allem dreieckige Ledereinsätze in Krägen, Revers oder am Hosenbund. Nicht zu übertreffen als Plateausohle eines einmaligen Stilettos.
Skurril, aber vor allem interessant das Styling seiner Models. Eckige Augenbrauen, aufgeklebte Gumminägel und schwarze Latexsocken. Auf größere Showeffekte verzichtete Mohr. So stand die Kollektion deutlich im Vordergrund.



Video: Mercedes Benz Fashion Week

2011/08/04

Introduced to Berlin Fashionweek // Perret Schaad

PRÄZISE, MODERN, KONTRASTREICH


Es geht um Einfachheit und Präzision. Neue Formen und klassische Elemente präsentierten Perret Schaad. Mit einem traditionell inspirierten, weißen Hemd begann die Show: die Taille betont, die Ärmel weit. Fast schon subtil, etwas zurückhaltend führte das Designerduo scharfe Linien und architektonische, fast schon skulpturale Formen vor.
Asymmetrische Säume, wehende Kleider und vor allem einen interessanten Materialmix zeichnen die kommende Kollektion aus. Ein Blazer aus naturfarbenem, grobem Leinen. Das markante Revers aus matter Seide. Einen spannenden Kontrast ergeben eben diese groben Naturmaterialien und weiche, glänzende Seidenstoffe.
Ein ähnlicher Kontrast zeigt sich in der Farbe. Natürliches Hellbraun trifft auf gedeckte Farben, wie Mint, ein blasses Orange oder kühles Blau. Die ausgefallenen Schnitte und dezente Drapierungen stehen so deutlich im Vordergrund.
Erst zum Abschluss der Kollektion werden wir eines Besseren belehrt: Es geht auch knallig. In kräftigem Rot/Orange, mit wehendem Saum und schmaler Taille erschaffen die Designerinnen eine fließende Ästehtik. Auf Drapierungen wird scheinbar bewusst verzichtet. Die Designerinnen scheinen ein Entweder-Oder zu empfehlen.










































Video: Mercedes Benz Fashion Week

Introduced to Berlin Fashionweek // Rena Lange

VIELFÄLTIG, LUXURIÖS, GLAMOURÖS



Einen Bubi-Kragen modern zu inszenieren, ist ein Talent - für Rena Lange fast schon typisch. Auch für den kommenden Sommer. Mit kühlen Schwarz-Weiß-Kombinationen und kräftigen Sommerfarben schafft der neue Chefdesigner Karten Fielitz einen eleganten, wie glamourösen Einstand. An Opulenz und Pomp fehlt es der Kollektion nicht.
Es war die äußerst bunte, fast schon knallige Eröffnung, die ins Auge stach. Ein gelber Jumpsuit aus Seide oder ein wehendes Kleid in kräftigem Grün. Die Opulenz im Detail: Blumenstickereien, Edelsteine oder rote Lackborten. Den Berliner Purismus, wie so mancher Journalist den Berliner Look zusammenzufassen versuchte, erkennt man hier sicherlich nicht.
Auch wenn der zweite Teil der Kollektion deutlich kühler und in schwarz-weiß wesentlich schlichter funktioniert, sind es auch hier die Details, die den Luxus und Glamour des Münchener Labels betonen. Besonders ein aufwendiges schwarz-weißes, voluminöses Minikleid mit blätterartigen Rüschen sorgte für tosenden Applaus im Publikum.




Introduced to Berlin Fashionweek // Vladimir Karaleev

ZÄRTLICH, RUHIG, HINGEBUNGSVOLL



Es war zärtlich. Es war ungezwungen. Es hatte etwas von Hingabe. Zu ruhigen Klängen präsentierte Vladimir Karaleev im Studio seine erst zweite Kollektion. Weiche, leicht raue Seidenstoffe treffen auf markante Dekonstruktion.
Kühle Farbwelten aus Blau, Grün und Beige zeigen eine äußerst zurückhaltende Kollektion. Es geht um Schnitte und weiche Stoffe – kunstvoll drapiert. Kleider, die den Körper der Frau sanft umschlingen. Fließende und natürliche Schnitte, gleichzeitig asymmetrisch.
Ein hellgraues, knielanges Kleid. Der Saum ungerade. Eine Drapierung an Brust oder Taille. Minimalismus in seiner feinsten Form. Sehr präsent, Vladimir Karaleevs Markenzeichen: ein leicht unvollendeter Charme. Man könnte annehmen, es sei alles provisorisch abgesteckt. Ärmel hochgerollt, Kanten leicht unsauber geschnitten, Röcke und Kleider ungesäumt. Die dekonstruktive Silhouette tut ihr übriges.

2011/08/03

Introduced to Berlin Fashionweek // Day2

MBFW, Berlin
07/07/2011

Eigentlich war der Bebelplatz der ideale Standort, hieß es immer. Zwischen Humboldt-Universität und Hotel de Rome liefen zahllose Models den Laufsteg zweimal im Jahr auf und ab. Das Problem: das Zelt stand auf einem ins Pflaster eingelassenes Mahnmal, das an die Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten vom 10. Mai 1933 erinnern soll.
Als neuer Standort für das inzwischen 150 Meter lange Zelt wurde die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Berlins gewählt: das Brandenburger Tor. Allerdings kein neuer Standort. Bereits die erste Fashionweek fand 2007 auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule statt.

Unser erster Tag im Zelt am Brandenburger Tor begann - zu unserem großen Stolz - pünktlich. Bei strahlendem Sonnenschein und fast 30 Grad war es fast eine Schande in den Untiefen des Zeltes zu verschwinden. Doch unser Tagesplan stand bereits fest. Um eines vorweg zu nehmen: es war ein durchaus ruhiger Tag.
Auffällig waren leere Sitzplätze in den letzten Reihen am Runway, besonders in den Morgenstunden. Prominente Gäste zeigten sich trotzdem zu Genüge: Alexandra Neldel, Karoline Herfurth, Peyman Amin oder Boris Becker. Letzterer brachte zur Perret Schaad-Show am Abend mit halbstündiger Verspätung seinen halben Hausstand mit.

Zu Kollektionen und besonderen Highlights des Tages folgen weitere Posts.







































Elena // dress: H&M // belt: Vintage// shoes: Zara // hairband: Primark
Marcel // jacket: H&M // shirt: COS // shorts: Patrick Hanheide // jewelry: Mytho // shoes: Zara// bag: COS // hat: Zara